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Jusos Mecklenburg-Vorpommern bejubeln die Ehe für alle und sehen weiteren Handlungsbedarf

Montag, 3.Juli 2017 von Jusos MV

Aktuell, Presse

Am Freitag, den 30. Juni 2017 verabschiedete der Bundestag ein historisches Gesetz, mit er eine Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare ermöglichte. Die damit verbundenen
Rechte und Pflichte stellen nun alle Paare gleich. Die Jusos Mecklenburg-Vorpommern erkennen darin einen Grund zu feiern, gleichwohl sie Merkels Verhalten in der vergangenen Woche kritisieren und die Thematik mit dem Bundestagsbeschluss nicht als abgeschlossen sehen.

„Viele Genossinnen und Genossen, aber vor allem Millionen Menschen außerhalb der SPD, haben auf diese Entscheidung gewartet und für eine Öffnung der Ehe gekämpft. Bereits in den Koalitionsverhandlungen 2013 wurde die Ehe für alle von der SPD hart verhandelt und war, anders als Frau Merkel behauptet, immer wieder ein Herzensanliegen für die SPD, auch in der Bundesregierung. Deswegen haben Martin Schulz und die Bundestagsfraktion auch keine Sekunde gezögert!“, erklärt der Juso-Landesvorsitzende Christian Winter. „Das Gebären von Angela Merkel in Hinblick auf eine Entscheidung, die viele, viele Menschen jeden Tag ganz persönlich bewegt, ist unmöglich. Ich erkenne hier hauptsächlich Wahltaktik. Wer Politik nur aus Gründen des Machterhalts und ohne konkrete Inhalte betreibt, beschädigt unsere Demokratie!“: führt Winter weiter aus.

„Die Entscheidung, die Ehe zu öffnen ist für viele Menschen in Deutschland ein Schritt zu mehr Gleichberechtigung. Allerdings ist der Kampf für die Rechte von LGBT noch nicht beendet. Das Transsexuellengesetz gehört dringend novelliert und auch die Gesellschaft muss von schlichter Toleranz gegenüber LGBT endlich zu echter Akzeptanz kommen“, führt der stellvertretende Landesvorsitzende Yannick van de Sand aus.

Die stellvertretende Landesvorsitzende Mona-Mor Ebel fügt hinzu: „Natürlich ist erstmal Freuen und Feiern angesagt, aber wir sehen in Gleichstellungsfragen weiterhin einigen Handlungsbedarf. Erst einmal muss gewährleistet sein, dass die Lebenspartnerschaften möglichst barrierefrei zu Ehen umgewandelt werden können. Bei der Sensibilisierung für Menschen außerhalb des binären Geschlechterverständnisses gibt es noch viel zu tun. Außerdem ist die Diskriminierung von LGBT in Deutschland immer noch verbreitet.“

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