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Jusos kritisieren möglichen Rechtsruck der AfD in Mecklenburg-Vorpommern

Donnerstag, 27.April 2017 von Jusos MV

Aktuell, Presse, Rechtsextremismus

Beim AfD-Bundesparteitag am vergangenen Wochenende in Köln setzen sich national-konservative Vertreter*innen der Partei gegen die liberaleren Kräfte durch. Der AfD-Landtagsabgeordneten aus Mecklenburg-Vorpommern Ralph Weber  begrüßte diese Entwicklung und erkannte darin laut Schweriner Volkszeitung „eine klare und deutliche Absage an alle Versuche einer multikulturellen Umgestaltung unseres Vaterlandes und eine ebenso deutliche Absage an alle Versuche, unser Volk durch Überfremdung mittels Zuwanderung auszutauschen.“

Die Jusos Mecklenburg-Vorpommern verurteilen erneut die Wortwahl, die Weber an den äußersten rechten Rand rücken. „Die Aussagen von Weber sind entlarvend und ein Hinweis auf seine Nähe zu neuen rechtsextremen Bewegungen“: erkennt der Juso-Landesvorsitzende Christian Winter. „Ich bin lieber ein linksgrüner Weltverbesserer als ein blau-brauner Ewiggestriger“: reagiert Winter auf Webers Facebook-Statement.

Die Jusos Mecklenburg-Vorpommern sehen einen möglichen Rechtsruck der AfD-Fraktion im Schweriner Schloss falls nach der Bundestagswahl einige führende Personen nach Berlin wechseln sollten. „Die Erinnerungskultur am Gedenktag für die Opfer der Shoa zu verunglimpfen, ist geschmacklos. Solche Ausfälle eines Abgeordneten mit extremistischem Vokabular müssen alle aufrechten Demokrat*innen empören.“: meint der stellvertretende Landesvorsitzende Yannick van de Sand.

 

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