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Jusos verurteilen rassistische Übergriffe

Mittwoch, 22.Juli 2015 von Jusos MV

Arbeitskreise, Presse, Rechtsextremismus

In der Nacht von Samstag zu Sonntag griffen fünf mutmaßliche Rechtsextreme sieben Asylbewerber auf einem Fest in Sukow-Marienhof an. Zwei alarmierte Polizisten setzten Reizgas ein, um die Opfer und sich selbst zu schützen. Die Polizei musste sich anschließend zurückziehen. Die Angreifer flüchteten, ehe Verstärkung den Tatort erreichte. Ein weiterer rassistischer Überfall ereignete sich am Samstag in Warnemünde: Eine Frau wurde am Abend wegen ihrer Hautfarbe beleidigt. Ein Bekannter der Frau schritt ein, wurde daraufhin angegriffen und leicht verletzt. Die Täter flüchteten unerkannt.

Hierzu die Landesvorsitzende der Jusos M-V, Luisa Heide: „Diese Übergriffe sind Anlass zu ernster Besorgnis, denn Sie zeigen, welches Gewaltpotential in der rechten Szene steckt. Wir Jusos rufen dazu auf, sich Rassisten entgegenzustellen und deutlich zu machen, dass Fremdenfeindlichkeit in Mecklenburg-Vorpommern keinen Platz hat. Gerade nach diesen feigen Übergriffen muss die Zivilgesellschaft zeigen, dass das Grundrecht auf Asyl nicht verhandelbar ist. Flüchtlinge verdienen Schutz und die Solidarität unserer Gesellschaft. Der bisherige Weg dieser Menschen war bereits mehr als genug von Gewalt und Todesangst gekennzeichnet. Es ist eine Schande, wenn zugelassen wird, dass sie hier erneut mit Gewalt bedroht werden. Wir Jusos unterstützen jeden, der sich für eine tolerante Gesellschaft einsetzt und Flüchtlinge willkommen heißt.“

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