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Schüler*innen an die Macht – Jusos fordern mehr Demokratie an Schulen

Montag, 11.Mai 2015 von Jusos MV

Arbeitskreise, Bildung, Presse

Am vergangenen Dienstag trafen sich in Schwerin Mitglieder der Jusos, des Landesschülerrates, des Jugendmedienverbandes und des Vereins zur Förderung von Schule, Bildung und Kultur auf dem Abschlusskongress der Juso-Kampagne “Schüler*innen an die Macht”. Die Kongressteilnehmenden einigten sich auf sechs Thesen zur Stärkung der Mitwirkungsrechte von allen Schüler*innen.

Diese Schweriner Erklärung fordert das Streikrecht für Schüler*innen, die Einführung einer Demokratiestunde zum Ausbau der Schülervertretungsarbeit, die Stärkung der Schülervollversammlung und die Unabhängigkeit der Wahlverfahren für den Schülerrat. Die Jugendlichen diskutierten ihre Forderungen und die Chancen der Demokratisierung von Schule im Anschluss mit Bildungsminister Mathias Brodkorb.

Dazu erklärt Luisa Heide, Vorsitzende der Jusos M-V: „Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern gute Ideen zur Demokratisierung unserer Schulen zu finden. Diese Leitgedanken werden Mecklenburg-Vorpommerns Schulen nachhaltig verbessern. Deswegen fordern wir unseren Bildungsminister Mathias Brodkorb und den Landtag auf, mehr Demokratie an Schulen zu ermöglichen und unsere Forderungen umzusetzen.”

Eine weitere wichtige Erkenntnis des Kongresses ist die Bedeutung von guten Schülermedien und die Wichtigkeit einer guten Zusammenarbeit zwischen Schülermedien und Schülervertretungen. ”Wir wünschen uns einen Fond zur sächlichen (Neu-)Ausstattung von Schülerzeitungen, Mittel für gemeinsame Seminare von Schülervertreterinnen und -vertreter sowie Schülermedien und einen Sonderpreis “Demokratie in Mecklenburg Vorpommern” bei dem etablierten Schülerzeitungswettbewerb des JMMV“, so Erik von Malottki, Sprecher des Arbeitskreises Bildung der Jusos M-V.

Die Jugendlichen einigten sich auf weitere Gespräche zur Verbesserung der Bildungspolitik und der konkreten Situation der Schüler*innen in unserem Land. Abschließend erklärt die Juso-Landesvorsitzende Luisa Heide: „Ich freue mich, dass wir weiterhin miteinander sprechen wollen. Ich kann mir vorstellen, dass es perspektivisch auch um eine Verbesserung des Schulessens, Aktionen für Weltoffenheit oder um gemeinsame Anstrengungen zur Einführung des Wahlalters ab 16 gehen könnte. Einer Öffnung der Gespräche für andere demokratische Jugendorganisationen oder weiteren zivilgesellschaftlichen Gruppen stehen wir positiv gegenüber.“

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