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Menschenwürdige Gesundheitsversorgung für Geflüchtete jetzt! Jusos drängen auf Einführung einer Krankenkassenkarte für Asylbewerber*innen

Montag, 15.September 2014 von Jusos MV

Presse

Mit Blick auf die gegenwärtige Situation zahlreicher Geflüchteter im Land Mecklenburg-Vorpommern und die oftmals katastrophale gesundheitliche Situation ebendieser fordern die Jusos M-V mit Nachdruck die Einführung einer Krankenkassenkarte für Asylbewerber*innen.
„Dass die Landes-CDU und allen voran Innenminister Lorenz Caffier sich dieser wichtigen Forderung weiterhin verweigern, ist bezeichnend für die momentane Flüchtlingspolitik“, so die Landesvorsitzende der Jusos Mecklenburg-Vorpommern, Luisa Heide. „Aufgrund der momentanen Gesetzeslage müssen sich Asylbewerber*innen vor dem Besuch eines*einer Ärzt*in zunächst an die zuständige Sozialbehörde wenden, die ihnen dann erst einen Behandlungsschein ausstellt, welcher sie zu einer ärztlichen Behandlung bevollmächtigt. Dies schafft durch den unnötigen Behördengang einen unglaublichen bürokratischen Aufwand, der insbesondere für Menschen ohne oder nur mit geringen Kenntnissen der deutschen Sprache ein unüberwindbares Hindernis darstellt. Damit muss endlich Schluss sein!“, so das gemeinsame Fazit der Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in Mecklenburg-Vorpommern.
Insbesondere angesichts der schrecklichen Erfahrungen von Rostock-Lichtenhagen bedarf es einer Asyl- und Migrationspolitik, die Geflüchtete nicht ausgrenzt, sondern ihnen die gesellschaftliche, soziale, ökonomische, kulturelle und gesundheitliche Teilhabe ermöglicht. Die Einführung einer Krankenkassenkarte stellt hierfür einen wesentlichen ersten Schritt dar. Wir fordern: Innenminister Caffier, handeln Sie endlich und ermöglichen Sie den Geflüchteten ein menschenwürdiges Leben in Mecklenburg-Vorpommern!

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