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Jusos MV stehen weiterhin zur Abschaffung von Kopfnoten

Mittwoch, 20.März 2013 von Jusos MV

Arbeitskreise, Bildung, Presse

Die Diskussion um die Ausgestaltung der Bewertung des Sozialverhaltens von Schülern geht in eine neue Runde. Der Landesparteitag der SPD hatte am Wochenende einen Antrag der Jusos und der AfB gegen Kopfnoten an die Landtagsfraktion überwiesen. Der Vorsitzende der Jusos , Bernd Woldtmann, erklärt dazu: „Die Jusos stehen für einen Schuldialog über die Sinnhaftigkeit von Kopfnoten. Hier müssen Lehrer, Schüler und Eltern beteiligt werden, alles andere schafft Unmut in den Klassenzimmern. Die Gefahr Schüler zum Gleichschritt zu erziehen ist hoch, das wollen wir Jusos nicht!“ Die Jusos wollen den weiteren Prozess begleiten und fordern eine Entscheidung, die im Konsens getroffen wird.

Der Sprecher des Arbeitskreises Bildung der Jusos MV, Paul Fietz, äußert sich: „ Wir schlagen vor, einen runden Tisch einzuberufen. Wir müssen im Sinne des Schulfriedens weg von einer Bildungspolitik von oben. Dabei sollten wir vor allem die Meinung derer beachten um die es geht, die Schülerinnen und Schüler. Ein Blick in die anderen Bundesländer zeigt, dass die Einführung der Kopfnoten bei ihnen auf großen Widerstand stieß.“ Sowohl Ministerpräsident und Bildungsminister hatten sich auf dem Parteitag der SPD von den strikten Vorschlägen der CDU distanziert. Der Sprecher der Juso-Schülerinnen MV, Johannes Bartsch, erklärt dazu: „Ich begrüße es, dass unser Ministerpräsident Erwin Sellering sich von Kopfnoten distanziert. Leider drängt vor allem die CDU auf einen bildungspolitischen Rückschritt in alte DDR
Zeiten. Besonders fragwürdig ist in diesem Zusammenhang das Schweigen der Jungen Union und der Schüler Union. Wir fordern die Schüler Union auf, sich öffentlich von Kopfnoten zu distanzieren.“

Die Jusos schlagen ein dialogorientiertes Verfahren zur Förderung des Sozialverhaltens vor. Der stellvertretende Landesvorsitzende der Jusos, Erik von Malottki, sagt dazu: „Wir halten regelmäßige Gespräche zwischen Lehrern, Eltern und Schülern für den besten Ansatz. Eine Bewertung des Verhaltens von Menschen anhand von Ziffern ist mit uns nicht zu machen. Das sind wir gerade den Lehrern dieses Landes schuldig.“

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